Warum Unternehmen oft an der Nachfolge scheitern, obwohl sie dachten, alles geklärt zu haben.
Wie fehlende Klarheit Mitarbeiter verunsichert und Nachfolge gefährdet.
Ein Beitrag von Christian Besserer
Mediator, Moderator, Consigliere
Lieber Nachfolge-Tandem,
vielleicht kennt ihr diese Herausforderungen
Der eine möchte loslassen, der andere übernehmen – aber es ist nicht klar, wann und wie das genau passieren soll. Statt Klarheit gibt es Zwischenlösungen, Stillstand oder ständige Rücksprache – niemand weiß, wer eigentlich entscheidet.
Die Rollen sind nicht eindeutig verteilt, Verantwortungen verschwimmen. Mal führt der eine, mal der andere – und das Team merkt es. Das sorgt für Verunsicherung bei den Mitarbeitenden – sie wissen nicht, wem sie folgen sollen und stellen Entscheidungen infrage.
Ihr spürt beide, dass ihr unterschiedlich denkt: über Führung, über Zukunft, über Werte – aber habt keinen gemeinsamen Raum, das auszusprechen. Das Gespräch bleibt an der Oberfläche – aus Angst, den anderen zu verletzen oder die Harmonie zu stören. Und wenn es doch mal tiefer geht, gibt es Streit.
Der eine sorgt sich, ob der Nachfolger bereit ist. Der andere fragt sich, ob er je wirklich ans Steuer gelassen wird. Fürsorge wird als Kontrolle wahrgenommen, beherztes Eingreifen als Misstrauen. Im Ergebnis halten beide innerlich den Atem an – der eine klammert, der andere fühlt sich ausgebremst.
Es fehlt ein klarer Überblick: über Prozesse, über Zuständigkeiten, über das, was das Unternehmen heute ausmacht – und morgen tragen soll. Wichtiges Wissen steckt in Köpfen, nicht in Systemen – und die Angst wächst, dass beim Wechsel etwas verloren geht.
Ihr wollt das Beste für die Zukunft – aber manchmal fühlt sich jeder mit seinen Sorgen allein. Die Gespräche drehen sich im Kreis, und jeder fragt sich still: „Bin ich der Einzige, der das so sieht?“
Keine Sorge. So geht es den meisten dort draußen!
Warum es euch nicht hilft, einfach nur geduldig zu sein oder noch einen Workshop zu machen.
Viele Nachfolger glauben, dass sie mit Fachwissen, digitalen Tools oder frischen Ideen überzeugen müssen – und trotzdem spüren sie: der entscheidende Schritt bleibt aus.
Gleichzeitig setzen die Senior-Chefs auf Erfahrung, Struktur und Kontrolle, in der Hoffnung, das Unternehmen geordnet übergeben zu können – und merken, dass sich echtes Loslassen nicht organisieren lässt.
Beide Seiten investieren Zeit, Geld und Energie: in Workshops, Beratungen, Software oder neue Prozesse. Doch das Gefühl, wirklich weitergekommen zu sein, stellt sich nicht ein.
Warum?
Weil das, worum es wirklich geht, oft ausgespart bleibt: Vertrauen, Klarheit über Rollen – und der Mut, Verantwortung tatsächlich zu abzugeben und anzunehmen.
Die Wahrheit ist: Ohneechte Übergabstrategie bleibt Nachfolge ein Drahtseilakt.
Beratung kann zwar unterstützen; Aber die Klärung von rechtlichen und finanziellen Themen bringt keine Klarheit für die Übergabe des Tagesgeschäfts. Hier ist die Idee dann oft ein geteiltes Büro. Die Zeit wird es regeln. Gespräche zur Übergabe erfolgen dann oft nur nebenbei, im Stress und ohne klare Struktur.
Oder es werden Workshops gehalten, in denen Maßnahmen entstehen, die gut klingen, aber nicht greifen. Maßnahmen, die anderswo funktioniert haben, aber nicht zum Unternehmen und dem Kontext passen.
Der Druck steigt und es kommt zum Konflikt. Streit - oft immer wieder wegen der gleichen Themen - statt zu Lösungsorientierter Gespräche.
Dabei ist die Wahrheit so offensichtlich. Ob die Nachfolge gelingt, hängt von einem entscheidenden Faktor ab: der Klarheit darüber, welcher Prozess wann und wie übergeben wird.
Die Übergabe erfolgt nebenbei – statt strukturiert. Wichtige Entscheidungen werden unter Zeitdruck getroffen und führen zu Unsicherheit auf beiden Seiten.
Verantwortung bleibt diffus. Mal entscheidet der eine, mal der andere – das Team verliert Orientierung und Vertrauen.
Prozesse werden nicht übergeben, sondern nur beobachtet. Der Nachfolger schaut zu, statt echte Steuerung zu übernehmen.
Die Gespräche zur Übergabe bleiben oberflächlich. Unausgesprochene Erwartungen führen zu Missverständnissen und wiederkehrenden Konflikten.
Denkt darüber nach:
Wenn nicht klar ist, wer wann welche Verantwortung übernimmt, bleibt jede Übergabe halbherzig und konfliktreich.
Es spielt keine Rolle, wie viele Workshops ihr macht, welche Berater ihr hinzuzieht oder wie gut die Verträge sind – ohne echte Klarheit über Rollen, Prozesse und Entscheidungswege bleibt die Nachfolge ein Drahtseilakt.
Und das Schlimmste: Wenn Gespräche weiter nur zwischen Tür und Angel stattfinden, wird Vertrauen nicht wachsen – sondern schleichend verloren gehen.
Die Lösung ist klar: Institutionalisierte Kommunikation und Übersicht über das Unternehmen.
Sobald ihr Transparenz über die Abläufe, Strukturen und Prozesse habt, könnt ihr den Kurs auf Übergabe setzen.
Dazu müssen folgende Schritte umgesetzt werden:
Erstellung eines Fahrplans – Wie sieht der zeitliche Horizont aus? Was muss in welcher Reihnenfolge bis wann übergeben werden?
Kartierung des Wertstroms – Was sind die großen Geschäftsprozesse? Wie genau arbeitet das Unternehmen? Was muss der Nachfolger zu welchem Bereich wissen und können?
Mitarbeiterstruktur abbilden – Betrachtung der Personalverteilung und Kommunikationsstrukturen entlang des Wertstroms, weil jeder Mitarbeiter einen neuen Chef bekommt.
Kommunikation institutionalisieren – Festlegen von definierten Zeiten, zu denen gemeinsam AM und nicht IM Unternehmen gearbeitet wird. Strukturen schaffen um lösungsorientiert und regelmäßig Themen der Nachfolge zu klären.
Erschaffung einer gemeinsamen, tragfähigen Vision – Das Ziel ist der Nachfolge ist nicht Selbstzweck. Ihr wollt das Unternehmen gemeinsam in die Zukunft bringen - dazu muss euch klar sein, wie diese Zukunft aussehen soll.
Ich habe in der Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen, dass ich dabei helfen kann, diese Punkte umzusetzen.
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Innerhalb dieses 60-minütigen Gesprächs werden wir gemeinsam herausfinden, wie wir euch mit diesen Schritten Klarheit für euch schaffen und den Grundstein legen, damit eure Nachfolge gelingt!
Auf den Unterseiten findet ihr weiterführende Materialien und Fallstudien, die euch zeigen wie ich arbeite und welche Ergebnisse ich anderen Unternehmern ermöglicht habe.
Ich wünsche euch in jedem Fall viel Erfolg, und hoffe, dass wir uns bald kennen lernen!
Weiterführende Informationen
Über mich
Ich begleite Unternehmer bei der Nachfolge.
Seit mehr als 10 Jahren organisiere ich Wissenstransfer, Arbeitsorganisation und Dokumentation von Prozessen & Abläufen.